Ahrtal nach der Flutkatastrophe 2021

Projektsteuerung der Gewässerwiederherstellung nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Bruno Büchele
b.buechele[at]wat.de

Auftraggeber

Landkreis Ahrweiler

Projektbeschreibung

In der Nacht vom 14.07. auf den 15.07.2021 ereignete sich im Einzugsgebiet der Ahr eine verheerende Flutkatastrophe mit extremen Wasserständen in den Städten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig und besonders schweren Beschädigungen an der oberen und mittleren Ahr in den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr. Bedingt durch die riesigen Wassermengen in Verbindung mit den hohen Fließgeschwindigkeiten kam es zu massiven Geschiebeverlagerungen und Schäden am Gewässerbett.

Der Landkreis Ahrweiler als Unterhaltungspflichtiger für die Gewässer 2. Ordnung hat in den Jahren 2022 und 2023, parallel zu umfangreichen Räumarbeiten und Sofortmaßnahmen, ein Gewässerwiederherstellungskonzept (GWK) für die Ahr und ihre Zuflüsse 2. Ordnung (Adenauer Bach, Nohner Bach und Trierbach) auf den Weg gebracht. Das GWK beinhaltet über 700 Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung der Gewässerstruktur und des Abflusses im Gewässerkorridor. Es bildet eine wichtige Grundlage für den Wiederaufbau im Ahrtal, da die Gewässerplanung eng mit vielen parallelen Infrastrukturmaßnahmen anderer Vorhabenträger verknüpft ist (Brücken, Straßen, Bahn, Leitungen, Stadtplanung etc.). Mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen aus dem GWK wurde im Jahr 2023 begonnen.

Zur zügigen und effizienten Weiterführung der Maßnahmen hat der Landkreis Ahrweiler im Januar 2024 die wat mit der Projektsteuerung dieses Maßnahmenprogramms beauftragt. Das Leistungsbild umfasst alle einschlägigen Handlungsfelder der Projektsteuerung und des Multiprojektmanagements nach AHO, einschließlich Vertrags- und Mittelbewirtschaftung. Im Rahmen des Programmes werden zahlreiche Teilprojekte für einzelne Gewässerabschnitte gebildet und abgewickelt, die von einer Reihe von Planungsbüros (vorwiegend über Rahmenverträge) bearbeitet werden. Eine besondere Herausforderung stellt die Koordination der beteiligten Akteure unter Berücksichtigung der vielfältigen örtlichen und überörtlichen Besonderheiten dar, wobei der wat die langjährige Erfahrung im Multiprojektmanagement zugutekommt.

Projektlaufzeit ca. 7 Jahre